Aus meinem Spiral-BLOCK: Theater-Betriebsnotizen 36 0
Morgen ist Geburtstag: 200 Jahre Richard Wagner!
Die Medien überschlagen sich und arbeiten sich ab an den grässlichen Seiten des grandiosen Geburtstagskindes, sonderlich an seiner schlimmsten Idiotie, dem Antisemitismus. Darauf zielte die Düsseldorfer „Tannhäuser“-Inszenierung, indem sie sehr direkt an den Holocaust erinnerte. Auf Druck eines empörten Teils der Öffentlichkeit wurde die Produktion nach der Premiere abgesetzt; das Ensemble gibt das Stück nunmehr konzertant. Man mag die Inszenierung des ansonsten eher moderat wilden Regisseurs, deren Erarbeitung die Direktion immerhin von Anfang an wohlwollend begleitete, allein vom Hörensagen finden wie auch immer, Selbstzensur durch die Intendanz ist nichts weiter als blanke Feigheit. Vielleicht war man ja bloß erpicht auf den Skandal. Nun hat man ihn in allumfassender Peinlichkeit. Weiterlesen











